Best-Practice: Wie Unternehmen neue Mitarbeiter auf Facebook finden

Die Suche nach neuen Mitarbeitern ist für Unternehmen eine Schlüsselaufgabe. Zuverlässiges, engagierte Mitarbeiter tragen zu einem großen Teil am Erfolg des Unternehmens bei. Welche Möglichkeiten Unternehmen zur Verfügung steht, zeigt die von uns konzipierte und durchgeführte Mitarbeitersuche im Auftrag eines unserer Kunden. Dieser Beitrag wurde vom Kunden zur Veröffentlichung freigegeben.

Ausgangspunkt war die Aufgabe, neues Servicepersonal für ein regionales Restaurant zu gewinnen. Der klassische Weg über die auflagenstärkste Regionalzeitung lieferte folgende Eckwerte:

  • Eine Anzeige, ca. 6 cm x 9 cm hoch: 1.000 Euro
  • Eine Anzeigenwiederholung: 80 Euro
  • Eine Anzeige, ca. 12 cm x 18 cm: 4.100 Euro
  • Eine Anzeigenwiederholung: 400 Euro
  • Die Auflage der Zeitung: ca. 30.000 Stück
  • Platzierung im Anzeigenteil

Aus wirtschaftlichen Gründen und unserer Empfehlung nahm der Kunde abstand von diesem Angebot. Wir entschieden uns, die Mitarbeitersuche über Facebook durchzuführen. Aufgrund des starken Engagements in dem sozialen Netzwerk und bereits zuvor geschalteter Anzeigen kannten wir Eckwerte, von denen wir annahmen, dass sie auch bei der Stellenanzeige Wirkung entfalten würden. Wir sollten Recht behalten.

Folgende Anzeigenstrategie kam zum Einsatz: Es wurden 2 Anzeigengruppen mit unterschiedlicher Zielgruppe erstellt, da zwei Typen von Jobs vakant waren. Jeder Job spricht eigene Zielgruppen an. Das Targeting wurde entsprechend unterschiedlich auf Altersgruppe, Region und Umkreis definiert. In den Anzeigengruppen wurden jeweils 5 Anzeigen mit verschiedenen Bild/Textkombinationen angelegt. Alle hatten gemeinsam: ein Call-to-Action, der auf eine Landingpage der Webseite beim Kunden führte, auf der Anforderungsprofil und Bewerbungsprocedere genau beschrieben wurden. Die Anzeigen wurden entsprechend auf Webseitenklicks optimiert.

Die Laufzeit der Kampagne wurde auf eine Woche beschränkt, als Spending wurden nur ca. 10% des „Zeitungsbudgets“ eingesetzt. Die Anzeigenerstellung und Verwaltung bei Facebook verursachte zusätzliche Kosten für Erstellung, Optimierung und Community-Management.

Hier die blanken, für sich sprechenden Zahlen nach einer Woche:

  • Beitragsreichweite: 60.000 (vgl. einfache Reichweite Zeitung: 30.000)
  • Impressionen: 140.000
  • Durchklickrate (CTR): durchschnittlich 3,6%
  • Frequenz: durchschnittlich 1,2
  • unique Webseitenklicks: 1.700
  • Verweildauer auf der Landingpage: 1:21 Minuten
  • Eingegangene Bewerbungen: 30
  • Entstandene Arbeitsverhältnisse: 5+
  • zusätzlich gewonnene Seiten-Fans: 100

Festzuhalten ist, dass auf die Reichweite auch organisch getrieben wurde. Freunde empfahlen die Anzeige mit Mentions anderen Freunden, Fragen wurden auf den Anzeigen gestellt, die Anzeigen wurden geteilt.

Hier wirbt der Chef persönlich: sympathische Mitarbeiter-Suche auf Facebook
Hier wirbt der Chef persönlich: sympathische Mitarbeiter-Suche auf Facebook

Fazit: Das Recruiting auf Facebook funktioniert. Getreu der Regel: „Sei da, wo Deine Kunden sind“ muss es auch im HR heißen „Suche Dein Personal da, wo es sich im Netz aufhält“. Die Aktion hat sich für den Unternehmer nicht nur unter finanziellen Gesichtspunkten mehr als gelohnt. Die Jobsuche via Facebook unterstreicht sein authentisches Engagemenent in den sozialen Netzwerken – was zugleich Voraussetzung für erfolgreiche Anzeigen ist. Es sei an dieser Stelle angemerkt, dass die erzielte Performance u.a. durch professionelles Fotomaterial und vorangegangene Erfahrungen auf Facebook erreicht wurde. Der Kunde nahm in der Vergangenheit an einem durch uns geführten Facebook-Programm teil.

 

  1. Ein wirklich sehr schöner Case und ein Beweis dafür wie wichtig es sein kann Social Recruiting in den richtigen Kanälen zu betreiben. Bisher gibt es wenig dieser Zahlen, ich erinnere mich zuletzt an den Social Recruiting Case von UPS der es so genau aufschlüsselte. Werde es mal in der HR-Suppe teilen. 🙂

  2. Pingback: Die Social Web News der 10. Kalenderwoche

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