Fotos mit Biss: mit einfachen Tricks zu guten Fotos für den Social Media-Auftritt

Fotos sind mehr als das Salz in der Suppe, wenn es um die Präsentation von Produkten und Dienstleistungen geht. Besonders der Unternehmensauftritt in sozialen Netzwerken lebt von guten visuellen Inhalten. Aber genau das stellt viele Unternehmen, besonders kleine und aufstrebende, vor große technische und finanzielle Herausforderungen. Wurde im Idealfall noch das Budget für einen professionellen Fotografen freigeschaufelt, um Webseite, Portfolio und Pressefotos glänzen zu lassen, wird es im Tagesgeschäft finanziell meist unmöglich, die Qualität zu halten und eine gute visuelle Geschichte zu erzählen.

Besonders jene Unternehmen, die in sozialen Netzwerken aktiv sind und Produkte oder Eindrücke tagesaktuell einfangen müssen, stehen vor prozessualen, technischen und finanziellen Herausforderungen. Produzenten und Hersteller von Waren müssen ihren potentiellen Kunden den Mund wässrig machen und für die eigenen Produkte zu werben. Was passiert, wenn man kein Know-How im Bereich von visuellem Storytelling hat, zeigt aktuell ein Tumblr-Blog, welches Essenfotos abbildet die eigentlich zum Nachkochen anregen sollen, bei denen der Appetit eher die Umzugskartons packt: http://amateurkochfotos.tumblr.com. Jeder Unternehmer wird mir beipflichten, dass diese Fotos das Ziel verfehlen. Wie schafft man es aber, authentische, ansprechende Fotos mit k(l)einem Budget zu realisieren?

Die Lösung ist erstaunlich einfach: Mit einem gesunden Grundverständnis für Fotografie und Bildsprache, einem iPhone und einer kleinen Software kann man ordentliche Fotos produzieren, bei denen Konsumenten sogar denken, sie seien unecht und gestellt.

fb_reaktion_pulledpork

Diese Nutzer-Reaktion bezog sich auf dieses Foto:
Processed with VSCOcam with a6 preset

Das Originalfoto, auch nicht sonderlich unappetitlich, sah so aus:
pulled_pork_iphone

Mit ein wenig Auge für Licht und Position nahm ich das Foto mit meinem iPhone auf. Das Essen wurde nicht angerührt, lediglich der Teller gedreht und der Hintergrund etwas aufgeräumt. Danach nahm ich mir das Foto mit der App VSCOcam vor. Sie ermöglicht es dem Nutzer, Schnappschüssen einen Look zu verpassen, der gerade dafür ideal ist, eine Story in den sozialen Netzen zu erzählen.

Und weil Fotos von Essen gerade so angesagt sind, hier noch ein weiteres Beispiel von der Leistungsfähigkeit der App in Kombination mit gutem Essen und Beleuchtung.
Bruscetta mit VSCOcam nachbearbeitet
Bruscetta mit VSCOcam nachbearbeitet

Bruscetta im Original mit einem iPhone 5 aufgenommen
Bruscetta im Original mit einem iPhone 5 aufgenommen

Auch Pflanzen können künstlerisch in Szene gesetzt werden.
Lavendel mit VSCOcam nachbearbeitet
Lavendel mit VSCOcam nachbearbeitet

Lavendel im Original mit einem iPhone 5 aufgenommen
Lavendel im Original mit einem iPhone 5 aufgenommen

Ergänzung: Der Fotograf Lorenz Holder hat noch ein paar weitere Tricks auf Lager, die jedoch teilweise in den künstlerischen Bereich gehen. Aber vielleicht ist es gut zu wissen, wie man mit einem Wassertropfen die Linse eines iPhones in ein Makro-Objektiv verwandeln kann.

Fazit:
Egal wie gut die Apps zur Fotobearbeitung sein mögen: es geht nicht ohne gutes Ausgangsmaterial, stimmiger Beleuchtung und einem Auge für dynamische Fotos. Auch hier gilt „Shit in – Shit out“. Zudem sollte vorab gemeinsam mit der Agentur eine Bildstrategie erarbeitet werden, um am Ende nicht ein Sammelsurium bunter Bilder vorzufinden. Die Bildsprache ist ein wichtiges Element in der Unternehmenskommunikation und der Markenbildung.

Titelbild: kaboomPics.com

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

12 + 9 =