Wettbewerbsanalyse mit Social Media Monitoring

Fragen standen nicht nur im Mittelpunkt der im Rahmen der Social Media Week stattgefundenen Veranstaltung „Dem Markt voraus: Wettbewerbsbeobachtung mittels Social Media Monitoring“, sondern Fragen sind auch von zentraler Bedeutung für Social Media Monitoring in der Praxis.

Brandwatch, Anbieter eines Social Media Monitoring Tools, gewährte Einblicke in die Möglichkeiten, zeigte Grenzen und mögliche Anwendungsszenarien.

Es steht ausser Frage, dass die verstärkten Nutzeraktivitäten im Netz auf Seiten der Unternehmen Begehrlichkeiten hinsichtlich deren Verhalten wecken. Bevor jedoch aus den Datenmengen, die die Tools aus den digitalen Strömen von Twitter, Facebook, Google und Co. aggregieren, Erkenntnisse abgeleitet werden können, müssen sich Unternehmen klar darüber werden, auf welche Fragen sie Antworten erwarten. Lediglich zu wissen, was im Netz über ein Unternehmen geschrieben wird, wäre zu kurz gesprungen.
Aber nicht nur der Blick auf die eigene Marke muß ausschlaggebend für den Einsatz eines Monitoring-Instruments sein. Wie der Titel der Veranstaltung schon verrät, eignet Social Media Monitoring auch sehr gut zur Beobachtung und Analyse der Wettbewerber.

Am Beispiel von konkurrierenden Modeunternehmen lässt sich gut erkennen, welches Potential in der professionellen Analyse und Auswertung steckt. So kann anhand von Stichworten gefiltert werden, wann Nutzer (Kunden) über Jacken, Hemden, T-Shirts etc. sprechen. Diese Informationen können genutzt werden, um Kampagnen auf Punkt zu terminieren.
Ebenso kann auch das Abfragen eines Stimmungsbildes sinnvoll sein. Welche Adjektive fallen im Umfeld von Sortimentsarktikeln? Hinsichtlich der Sortimentssteuerung sind diese Informationen u.U. hilfreich.

Jedoch, das ist meines Erachtens eine der zentralen Fragen, die Unternehmern beim Angebot von Analysen gestellt werden muss: Gehören die eigenen Kunden (und die der Wettbewerber) überhaupt zu der aktiven Nutzergruppe in sozialen Medien? Wenn nur ein kleiner Teil der Kunden online relevant aktiv sind, sollte Vorsicht geboten sein, die Ergebnisse der Auswertung pauschal als Aussage für die gesamten Kunden anzunehmen.
Auch wenn Social Media Monitoring derzeit von Beratern häufig in den Mund genommen wird und die Möglichkeiten der Analyse in der Tat beeindruckend sind, ist wie bei allen Investments Kosten und Nutzen sorgfältig abzuwägen. Getreu dem Motto: Alles kann – nichts muss.

Wie Eingangs erwähnt: Fragen sind beim Monitoring das A und O und entscheiden darüber, ob sich Investitionen lohnen und Erkenntnisse richtig ableiten.

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