Bei Uncle Tan im Wildlife-Camp

Uncle Tan ist eine Institution am Kinabatangan-Fluß. Seit über 10 Jahren wird den Naturliebhabern und Dschungel-Freunden in Mitten des Sekundär-Walds entlang des Flusses ein unvergesslicher Aufenthalt geboten. Von Reisebekanntschaften hörten wir sogar in Laos, dass man die Besucher des Wildlife-Camps an ihren Schwärmereien über Flora und Fauna erkennen kann. Da gab es für uns kein Halten mehr: auf zum Onkel. Eins vorab, den 3-Tage/2-Nächte-Trip haben wir bereits wenige Stunden nach der Ankunft um eine Nacht verlängert....

18. März 2010 · Henning

Besuch bei den letzten Orang-Utans

Sie gelten als unsere evolutionsgeschichtlichen Vorfahren, die Orang Utans, bei denen wir heute im Sepilok Orang-Utan Rehabilitations-Zentrum zu Besuch waren. Es ist schwer zu beschreiben, was wir dort erlebten. Die Besucher des Zentrum bekommen bei zwei Fütterungen täglich die rothaarigen Affen zu Gesicht. Sonst im Dschungel verborgen, wagten sich je nach Laune einige der gemächlichen Primaten auf die von Regenwald umgebene Fütterungsplattform, die vorher von einigen Dutzend hungrigen Makaken belagert wurde, die den Orang-Utans zu gerne das Essen stibitzen....

14. März 2010 · Henning

From Paris with Love

Gestern Abend haben wir eine neue Seite fernöstlicher Kultur kennen gelernt. Wir waren im Kino. Eigentlich könnte man auch sagen, wir waren in der Kältekammer, denn als wirklich einzigartig empfanden wir das Herunterkühlen des Kinosaals auf 20°C - bei einer Aussentemperatur von über 30°C. Vorsorglich hatten wir unsere Fleecejacken mit dabei, denn so langsam kennen wir die Kälteaffinität unserer Asiaten. Die Jacken hatten wir eigentlich nach unserem Abflug im tiefverschneiten Deutschland ganz weit unten im Rucksack vergraben....

10. März 2010 · Henning

Ein Spaziergang über den Nachtmarkt von Kota Kinabalu

KK, so die übliche Bezeichnung für Kota Kinabalu, der Hauptstadt Sabahs, ist unsere erste Station auf der Reise durch Borneo. Ein Highlight der Stadt ist zweifelsohne der Nachtmarkt entlang der Hafenmauern. Fast jedes asiatische Dorf hat seinen eigenen Nachtmarkt und wir können die Zahl der besuchten nicht zuverlässig ermitteln. Was wir aber hier erlebt haben, stellt das zuvor Gesehene in den Schatten. Noch nie sind wir über einen derart riesigen Markt geschlendert....

9. März 2010

das lässt uns kalt

Unsere beiden Mädels, die uns dreieinhalb Wochen durch die Hitze begleitet haben, sind im unterkühlten Hamburg angekommen. Vor dem Abflug haben wir noch gewitzelt, ob sich der Winter in Deutschland jetzt mal so langsam verzieht und dem Frühling Platz macht. Wir haben gemutmaßt, dass Neuschnee fallen wird, wenn die Maschine aus Singapur in Hamburg/Fuhlsbüttel aufschlägt. Nun ratet, was passiert ist? Es erreichten uns zwei hübsche Fotos, die unsere Vorahnung bestätigen. Auch wenn die Schneedecke noch so weiß strahlen mag, uns lässt das Wetter hier drüben kalt....

8. März 2010

Bye bye Malaysia

Eigentlich stimmt die Aussage so nicht, denn wir verlassen nur den Teil Malaysias, der auf der Halbinsel liegt. Die zurückliegenden Wochen fühlten sich für uns wie ein Urlaub vom Urlaub an. Den größten Teil der Zeit verbrachten wir entspannt am Strand, hatten Zeit unsere dicken Wälzer Populärliteratur durchzulesen und uns um nichts kümmern zu müssen. Reisen in Malaysia ist dank des hervorragenden Straßennetzes und der luxuriösen Busse ein Leichtes und der bunte Bevölkerungsmix aus Malayen, Chinesen und Indern sorgt für eine unheimlich große Bandbreite an leckerem Essen....

7. März 2010

Erste Opfer der Reise

Zwei Monate nach dem Start unserer Tour durch Asien gibt es die ersten Opfer zu beklagen. Über die zu heiß gewaschenen Synthetik-Klamotten und die löchrigen Hemden lohnt es sich nicht, ein Wort zu verlieren, wenn man sich aber von jahrelangen Wegbegleitern trennen muss, dann ist das einen Assbach Uralt Beitrag wert. Gelang es meinem Tatonka-Rucksack noch, die auf anderen Reisen üblichen 15 kg einigermaßen sicher auf meinen Hüften auszubalancieren, verließ ihn bei den knapp 20 kg auf diesem Trip die Stabilität....

7. März 2010

Von hier an sind wir wieder zwei

Die vergangenen dreieinhalb Wochen, die wir als Quattro verbracht haben, sind wie im Flug vergangen. Für unsere zwei beste Freundinnen heisst es Abschied nehmen und uns im Sommer zurückzulassen, um ins tauende Deutschland zurück zu kehren. Wir hatten gemeinsam eine tolle Zeit und freuen uns auf ein Wiedersehen am Ende unseres Abenteuers.

5. März 2010

Allein unter Haien

Nein, wir waren nicht zu Besuch beim Treffen internationaler Hedge-Fond-Manager in Malaysia, sondern haben nach einigen Tagen der Bewegungsstarre am Strand von Perhentian unserem Tatendrang nachgegeben. Klimabedingt entschieden wir uns für die wassergekühlte Form der inseltypischen Aktivität und fuhren Schnorcheln. Mit viel versprechenden Spots wie „Shark-Bay“, „Turtle-Beach“ oder „Romantic Beach“ werden hier Tagesausflüge für den Schleuderpreis von 40 Ringit (ca. 8 EUR) angepriesen. Mangels geeigneter technischer Ausrüstung zur Fotodokumentation des Gesehenen, können wir nur verbal beschreiben wir so alles (Identifizierbares) vor unserer Taucherbrille umher schwamm....

28. Februar 2010

Perhentian Island

Man kennt diese Bilder zumeist aus Hochglanzprospekten der Reiseveranstalter, die ihren potentiellen Kunden das Paradies auf Erden verkaufen wollen. Oft glaubt man sich einer guten Fotoretusche gegenüber, wenn sich das Meer in Türkis-Schattierungen vom weißen Sandstrand ergießt und sich die Palmen in sattem Grün im Wind zu wiegen scheinen. Als wir nach Perhentian Island kamen, erwarteten wir zwar einen Strand der Oberliga, fanden uns aber an einem Plätzchen wieder, welches uns auch nach 7 Tagen noch den Kopf schütteln ließ: das Wasser schillert in allen erdenklichen Türkis-Blautönen und hat seine erfrischende Wirkung längst verloren, der Wind bläst die 35°C warme Luft vorbei an Palmenhainen....

27. Februar 2010