Die Energiesparlampe

Während sich ein Großteil der deutschen Bevölkerung im vergangenen Jahr aus Angst vor politisch angeordnetem Energiesparlampenzwang mit herkömmlichen 100-Watt-Glühbirnen eingedeckt hat, als wären es überlebensnotwendige Nahrungsmittel, haben die Menschen hier in Asiens Ortschaften (fast) nur eine Art von Leuchtmittel: Energiesparlampen Das hat unserer Meinung nach drei Gründe: Der Asiate hat einen bestimmten Anspruch an die Aufgabe einer Lampe: hell machen Dem Asiaten ist es schnuppe, welche emotionale Wärme ein Leuchtmittel verbreitet....

16. Mai 2010

Gefangen im Paradies

Da saßen wir nun, gefangen auf einer kleinen Insel. Eigentlich hatten wir andere Pläne, davon hielten die indonesischen Transportunternehmen jedoch nicht viel. Doch erst einmal von vorne: Wir wollten zwei Wochen auf den Banda-Inseln bleiben. Da dort jedoch auf mysteriöse Weise Regenzeit herrschte, galt es den Aufenthalt entsprechend zu verkürzen und die Zeit in regenärmeren Regionen zu verbringen. Dazu mussten wir von Bandaneira nach Ambon kommen. Zur Auswahl stand ein Flug mit Merpati Airlines bzw....

13. Mai 2010 · Henning

La Esperanza

Aus Verantwortung zur Natur erwähnen wir in diesem Beitrag nicht, wo genau sich unser Erlebnis zugetragen hat. Aus Erfahrungen wissen wir, wie ein Korallenriff aussieht, wenn es von zu vielen Touristen und geldfixierten Geschäftsmenschen heimgesucht wurde und wir wollen nicht schuld sein, wenn diesem zu 100% intaktem Korallenriff selbiges widerfährt. Der Weg zur unbewohnten Insel führte uns ein paar Stunden über das offene Meer. Auf dem Dach des Holzkahns liegend, zogen wir vorbei an palmenbewachsenen Inseln, in türkisem Wasser glitzerten die Sonnenstrahlen, schneeweiße Wolken spiegelten sich wenig später im Azur und irgendwann schillerte es unter uns in Millionen Blautönen....

4. Mai 2010 · Henning

Brotaufstrich aus Gold

Auf Pulau Neira bekamen wir zum Frühstück einen Brotaufstrich aus Muskat. Damit verwandelte sich unser Brötchen nicht nur in ein kulinarisches Highlight, sondern auch in ein Investment, denn das malukkische Muskat ist wertvoller als pures Gold. Diese Aussage stimmt, würden wir uns noch im 16. Jahrhundert befinden, denn zu dieser Zeit boomte der Gewürzhandel zwischen den Molukken („Gewürz-Inseln“) und Europa. Die Jagd nach den edlen und unerschwinglich teuren Gewürzen, die nur hier wuchsen, war der Startschuß für die Kolonialisierung Südost-Asiens durch die europäischen Seemächte....

3. Mai 2010

Mit der Titanic auf die Banda-Inseln

Nein, Leonardo und Kate waren nicht wirklich mit der von der Partie und auch Eisberge gab es dank tropischer Temperaturen rund um die Molukken nicht. Auch hieß unser Kreuzer „Ciremai“. Die Fähre sollte uns von Kota Ambon auf die weiter südlich gelegen Banda-Inseln bringen. Mit uns schienen gefühlte 40.000 weitere Menschen die gleiche Idee gehabt zu haben und so ließ sich beim Besteigen der Nachtfähre ein titaneskes Gefühl nicht vermeiden....

1. Mai 2010 · Henning

Die Molukken gibt es wirklich

Zugegeben, wir waren in den letzten Wochen ein wenig neidisch auf die „Vulkan“-Mania, die dank des Kumpels in Island in Europa ausbrach. Da Indonesien in Vulkanangelegenheiten auch ganz weite vorne mitspielt, haben wir es uns nicht nehmen lassen, uns auch zu den Vulkanen aufzumachen und sind auf die Molukken geflogen. Mit Sriwijaya Air ging es von Jakarta nach Kota Ternate. Vor dem Abflug waren wir überrascht, wie indonesische Sicherheitskontrollen funktionieren. So fanden wir uns mit reichlich Trinkwasser und anderen Flüssigkeiten außerhalb der 100ml-Menge an Bord wieder....

30. April 2010

Unerwarteter Damenbesuch

Gegen 22 Uhr versuchte plötzlich jemand unsere Zimmertür zu öffnen. Nicht etwa durch Anklopfen wurde versucht, unsere Aufmerksamkeit zu wecken, es wurde direkt die Klinke betätigt. Mehrfach. Draußen hörten wir Frauenstimmen. Als wir vorsichtig die Tür öffneten, erkannten wir die Frauen als Mitarbeiterinnen des örtlichen Reisebüros, bei denen wir für anderthalb Millionen Rupien einen Flug auf die südlichen Molukken gebucht hatten. Der Flug sollte am kommenden Morgen 10 Uhr starten, Check-In war für 8 Uhr geplant....

27. April 2010 · Henning

Hallo Jakarta

Die 9-Millionen-Metropole Jakarta hat uns empfangen und die ersten Eindrücke sind gemacht. Amüsiert waren wir über die Tatsache, dass sich Jakarta die US-Amerikanischen Botschaftsmitarbeiter auf die selbe Art und Weise vom Leibe hält, wie es die Behören in Hamburg und Berlin tun: mit Stacheldraht, Straßenbarrikaden und bewaffnetem Sicherheitspersonal. Einziger Unterschied: man hat vor uns salutiert, als wir mit unseren Rucksäcken vorbeiliefen. Insgesamt sind die Einwohner Jakartas sehr hilfsbereit, auch wenn sie manchmal nicht begreifen, was wir von ihnen wollen....

25. April 2010 · Henning

Bye, bye Borneo

Als wir im Verlauf der Reiseplanung auf Borneo als Ziel festlegten, hatten wir schnell ein Bild vor Augen wie es hier so aussieht: dichter Dschungel und wilde Tiere die uns bedrohen. Wir dachten, die Luft ist allerorts feuchtigkeitsgeschwägert und wir schwitzen von Morgens bis Abends. Wir sahen uns tagein tagaus mit dem Boot durch die Gegend fahren. Die Zivilisation wollten wir hinter uns lassen und vom Internet nichts wissen. Was ist nach fünf Wochen Borneo von unseren Vorstellungen geblieben, was haben wir gelernt?...

20. April 2010

Hardcore-Trekking im Bako Nationalpark

Der Bako Nationalpark, knapp 25 Kilometer nördlich von Kuching, ist einer der ältesten Nationalparke Malaysias. Auf einer Halbinsel gelegen ist er zudem bekannt dafür, einer der wenigen Orte zu sein, wo man sich als Besucher ohne Guide auf den Weg in und durch den Regenwald machen kann. Zudem locken einsame Strände zum Entspannen. Da wir vom Regenwald und wilden Tieren nicht genug bekommen können und gerne mal in unserer eigenen Wandergeschwindigkeit durch den Wald laufen, erkoren wir Bako als unser letztes Ziel auf Borneo....

18. April 2010 · Henning