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Dieser Satz in der Mail eines Stromanbieters, dem ich im letzten Jahr den Rücken gekehrt habe, ließ mich aufhorchen. Also machte ich mich ran:
Der Bonus blendet – der echte Preis versteckt sich im Kleingedruckten
Wer seinen Stromanbieter wechselt, wird meist mit einem großen Wechselbonus gelockt. 150 Euro hier, 200 Euro dort – klingt verlockend. Doch was auf den ersten Blick wie ein klarer Vorteil wirkt, macht den eigentlichen Preisvergleich unnötig kompliziert. Denn ob sich ein Tarif wirklich lohnt, hängt von mindestens vier Größen ab: dem Arbeitspreis pro Kilowattstunde, dem monatlichen Grundpreis, der Laufzeit des Vertrags – und erst dann vom Bonus.
Genau hier liegt die Tücke. Ein Anbieter mit 26,9 ct/kWh und 24 Monaten Laufzeit kann durch einen einmaligen Bonus von 200 Euro günstiger wirken als ein Anbieter mit 28,5 ct/kWh und nur 12 Monaten Laufzeit – oder auch teurer, je nach eigenem Jahresverbrauch. Wer das nicht durchrechnet, vergleicht Äpfel mit Birnen. Erschwerend kommt hinzu, dass Vergleichsportale oft nur den Arbeitspreis oder die Jahreskosten ohne Bonus-Amortisierung ausweisen – und der Grundpreis dabei gerne mal unter den Tisch fällt.
Kurz gesagt: Ohne einen gemeinsamen Nenner – den effektiven ct/kWh-Preis auf Basis deines persönlichen Verbrauchs und der konkreten Laufzeit – ist kein fairer Vergleich möglich.
So funktioniert der Rechner
Der Strompreis-Vergleichsrechner nimmt dir die Rechnerei ab. Du gibst zunächst deinen Jahresverbrauch in kWh ein – der Wert steht auf jeder Jahresabrechnung. Für eine schnelle Orientierung gibt es Schnellauswahl-Schaltflächen für typische Haushaltsgröße, von der Einzimmerwohnung bis zur Familie.
Anschließend trägst du die Tarife ein, die du vergleichen möchtest. Je Anbieter erfasst du:
- Arbeitspreis in ct/kWh
- Grundpreis in €/Monat
- Bonus oder Rabatt als einmaligen Gesamtbetrag in Euro
- Laufzeit – 12 oder 24 Monate per Umschalter wählbar
- Optional eine kurze Notiz, zum Beispiel zur Preisgarantie oder Kündigungsfrist
Beliebig viele Anbieter lassen sich hinzufügen, einzeln ein- und ausklappen und jederzeit wieder entfernen. Alle Eingaben speichert der Rechner automatisch im Browser – beim nächsten Öffnen sind die Daten noch da.
Die Auswertung erscheint direkt darunter und aktualisiert sich mit jeder Eingabe in Echtzeit. Das Wichtigste zuerst: Ein Gewinner-Banner nennt den günstigsten Anbieter mit seinen ø Jahreskosten und dem effektiven ct/kWh-Preis – und zeigt, wie viel du gegenüber dem teuersten Anbieter im Jahr sparen kannst.
Darunter folgt eine vollständige Rangliste aller eingetragenen Anbieter. Entscheidend ist dabei nicht der Arbeitspreis, sondern der effektive ct/kWh-Preis: Er ergibt sich aus den tatsächlichen Jahreskosten geteilt durch deinen Verbrauch – nach Grundpreis und nach Bonus-Amortisierung über die jeweilige Laufzeit. Wer 24 Monate lang zahlt und einmalig 200 Euro Bonus bekommt, bekommt davon rechnerisch 100 Euro pro Jahr gutgeschrieben – nicht mehr und nicht weniger. So werden alle Tarife, unabhängig von Laufzeit und Bonushöhe, auf eine einzige faire Zahl heruntergebrochen.
Ein Balkendiagramm visualisiert die Jahreskosten aller Anbieter auf einen Blick – ideal, wenn man beim Gespräch mit dem Anbieter oder beim zweiten Draufschauen schnell einschätzen will, wie groß der Unterschied wirklich ist.
Den Rechner gibt es hier kostenlos und ohne Anmeldung: mitkaracho.de/stromvergleich/